Die Stadtverwaltung hat in der Sitzung des Bauausschusses am 17.06. mitgeteilt, dass die Stadt Dassel mit dem Quartier „Dassel-NordWest“ nicht bei der Aufnahme ins Städtebauförderungsprogramm berücksichtigt worden ist. Die SPD-Ratsfraktion will die Bedeutung dieses Projektes erneut durch den Rat der Stadt Dassel bestätigen lassen. Die städtebauliche Entwicklung im ländlichen Raum gerade mit Bestandsgebäuden aus den 50’er und 60’er Jahren und dem Leerstand des Gebäudes des Landkreises Northeim (ehemalige Realschule) an der Hermannstraße, das mehrfach und aktuell als Flüchtlingsunterkunft dient, haben, eine Berücksichtigung verdient.  

Auf Antrag der SPD-Ratsfraktion zum Haushaltsjahr 2022 wurden, Haushaltsmittel für die Erstellung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) bereitgestellt. Mit Abschluss des ISEK hat der Rat am 23.05.2024 die Voruntersuchung für das Quartier in der Ortschaft Dassel – „Dassel – NordWest“ beauftragt. Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens haben die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers intensiv mitgewirkt und sich engagiert eingebracht. Das untersuchte Gebiet musste im Antragsverfahren – gegen den Wunsch der Beteiligten - verkleinert werden, da ein so großes Gebiet geringere Chancen zur Aufnahme in das Städtebauförderprogramm hat. Die städtebaulichen „Mängel“ wurden in der Voruntersuchung festgestellt. Die Antragstellung der Stadt Dassel zur Aufnahme ins Programm ist leider nicht berücksichtigt worden. 

Nach Auffassung der SPD Ratsfraktion soll der Rat der Stadt Dassel erneut den Beschluss zur Mitfinanzierung für das Städtebauförderprogramm bekräftigen, um eine Aufnahme ins Förderprogramm zu erreichen. Die Notwendigkeit zur Entwicklung dieses Quartiers mit dem leerstehenden Gebäude des Landkreises Northeim soll der Rat erneut herauszustellen. Ortsbürgermeisterin Hoffmann (SPD) betont, dass die Menschen im Quartier die Flüchtlingsunterkunft des Landkreises solidarisch begleitet haben. „Die städtebaulichen Mängel des Quartiers - insbesondere durch den jahrelangen Leerstand der ehemaligen Schule – müssen durch die Städtebauförderung ausgeglichen werden. Das Quartier hat potential für eine positive Entwicklung der Stadt Dassel“, erklärte Hoffmann. 

Bereits beim Besuch des SPD-Landratskandidaten, Simon Hartmann in Dassel haben der SPD-Kreistagsabgeordnete Gerhard Melching und der Bürgermeister Sven Wolter auf die Situation der ehemaligen Realschule hingewiesen. Melching stellte fest, dass dieser jahrelange Leerstand nicht mehr hinnehmbar sei und die bisherigen Bemühungen zur Nachnutzung des Gebäudes gescheitert waren, weil man nicht kurzfristig reagieren konnte. Melching unterstützt das Vorhaben von Bürgermeister Wolter, durch die Aufnahme in ein Städtebauförderungsprogramm eine Entwicklung des Quartiers durch bessere finanzielle Möglichkeiten voranzubringen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD Ratsfraktion Uwe Fingerhut stellt fest, „wir brauchen hier in Dassel die Unterstützung durch den Landkreis Northeim und das Land Niedersachsen, damit die baulichen Herausforderungen nicht in gesellschaftlichen Problemen münden. Daher hat die SPD-Ratsfraktion einen Eilantrag gestellt, um den Ratsbeschluss vom 23.05.2024 zu bekräftigen“.  

Landratskandidat Simon Hartmann, Bürgermeister Sven Wolter und Kreistagsabgeordneter Gerhard Melching vor dem Gebäude der ehemaligen Realschule Dassel
Landratskandidat Simon Hartmann, Bürgermeister Sven Wolter und Kreistagsabgeordneter Gerhard Melching vor dem Gebäude der ehemaligen Realschule Dassel