SPD Dassel informiert sich über Trinkwasserversorgung
Unser Trinkwasser ist ein wichtiges Lebensmittel, dass in hoher Qualität für jedermann schnell und vergleichsweise kostengünstig einfach so durch das Öffnen des Wasserhahns zu uns ins Haus kommt. Die SPD Dassel informierte sich beim Trinkwasserversorger WAZ Solling über die aktuellen Herausforderungen in der Trinkwasserversorgung in Dassel. Wassermeister Christoph Schwerdtfeger stellte im Rahmen einer informativen Führung im Wasserwerk in Lauenberg die geschichtliche Entwicklung der Trinkwasserversorgung dar und erläuterte die technischen Anlagen.
Die organisierte Wasserversorgung hier in Dassel begann Ende des 19. Jahrhunderts in Markoldendorf. Schnell schlossen sich mehre Ortschaft zusammen und gründeten einen Zweckverband, aus dem 1928 der Wasserbeschaffungsverband Markoldendorf entstanden ist. Schwerdtfeger erklärte das schon damals zur Erlangung von Fördergeld die Rechtsform des Verbandes geändert werden musste, während der WAZ nun wieder ein Zweckverband ist. Die Trinkwasserversorgung wird für die Städte Dassel und Moringen, sowie für die Gemeinden Bodenfelde und Wesertal durchgeführt. Dabei werden die Gebühren für jede Kommune getrennt kalkuliert.
Schwerdtfeger betonte, dass sich die Trinkwasseranlagen im Stadtgebiet Dassel durch regelmäßige Investitionen und Sanierungen auf einem sehr guten Niveau befinden. Das technische Wissen und die Fähigkeit im WAZ Solling viele Arbeiten eigenständig erledigen zu können, sind ein großer Vorteil für eine sichere, qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung. Die wesentliche Trinkwassergewinnung erfolgt über die Brunnen in Lauenberg. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage ist energieintensiv. Eine konstante Stromversorgung sei daher auch für das Trinkwasser wichtig. Durch den relativ neuen Hochbehälter am Grubenberg habe man nun aber ausreichende Kapazitäten zur Verfügung. Im Vergleich zu anderen Versorgungsgebieten hat Dassel verschiedene Brunnen und ausreichend Hochbehälter, so dass der WAZ Solling hier besser auf Krisenfälle vorbereitet ist. In einzelnen Ortschaften kann es im Frühjahr zu Kapazitätsproblemen kommen, weil es immer mehr Gartenpools gibt, die zu Saisonbeginn gleichzeitig befüllt werden.
Schwerdtfeger machte auf eine Besonderheit für Buntsandstein Trinkwassergebiete aufmerksam. Hier enthält das geförderte Wasser immer Arsen – in den Brunnen in Lauenberg 5 Mikrogramm pro Liter. Der Grenzwert beträgt in Europa 10 Mikrogramm pro Liter. Nur Deutschland hat den Grenzwert auf 4 Mikrogramm gesenkt, der bei bestehenden Anlagen ab 2036 gilt. Dies bedeutet für Regionen mit Buntsandstein erhebliche Investitionen und höhere Betriebskosten in der Trinkwassergewinnung.
Für die SPD Dassel ist der WAZ Solling als Zweckverband die beste Möglichkeit um eine kommunale Trinkwasserversorgung im Zusammenschluss mit anderen kleineren Kommunen zu organisieren. Für Dassel ist der WAZ Solling eine Erfolgsgeschichte, war der Tenor in der SPD. Trinkwasser ist ein öffentliches Gut, das nicht privatisiert werden darf. Die Besucher bedankten sich für die informative Führung.